INFO + Termine


Wir möchten hier allgemeine Informationen zu Regelanpassungen und wichtigen Weiterbildungsterminen veröffentlichen.
Zudem werden hier auch Termine zu Lehrgängen für interessierte Schiedsrichteranwärter veröffentlicht. >> Lehrabende


Änderungen der Spielordnung:

Regel 1 – Das Spielfeld
Der letzte Satz des zweiten Absatzes unter der Überschrift „Die Tore“ lautet jetzt:
■ Torpfosten und Querlatten müssen quadratisch, rechteckig, rund oder elliptisch sein und
dürfen die Spieler in keiner Weise gefährden.

Erläuterung: Geändert wurde lediglich das Wort „können“ in „müssen“. Für uns in Deutschland
ändert sich in der Durchführung nichts, da wir davon ausgehen können, dass alle Plätze abgenommen und für Wettbewerbsspiele zulässig sind. Sollte der Schiedsrichter
doch Feststellungen machen, die nicht mit den Vorgaben über- Klirrende Kälte, das Thermometer weit unter Null - dann kann die Gesundheit nicht nur durch hart gefrorene Böden gefährdet sein.
einstimmen, so sind diese in jedem Fall meldepflichtig.

Regel 5 – Der Schiedsrichter
In der „Auslegung der Spielregeln und Richtlinien der FIFA für Schiedsrichter“ wurde bei der
Überschrift „Verletzte Spieler“ der vierte Punkt der Richtlinien neu formuliert:
■ Die Helfer sollen nur auf Zeichen des Schiedsrichters mit der Trage aufs Spielfeld kommen.

Erläuterung: Hier wird noch einmal klar geregelt, dass – entgegen bisheriger internationaler Gepflogenheiten – die Helfer mit der Trage nur auf gesondertes Zeichen des Schiedsrichters auf das Spielfeld kommen dürfen.

* * *
In der „Auslegung der Spielregeln und Richtlinien der FIFA für Schiedsrichter“
wurde unter dem Punkt „Ausnahmen gelten nur“ eine neue Bestimmung an dritter Stelle hinzugefügt
(Regelheft Seite 32):
■ wenn Spieler desselben Teams nach einem Zusammenprall sofortige Betreuung benötigen,
Erläuterung: Ein wichtiger Zusatz, denn bislang konnten Feldspieler nach erfolgter Behandlung nur dann auf dem Spielfeld bleiben, wenn zugleich der Torwart behandelt werden musste. Das wurde jetzt ausgeweitet auf den Fall, dass Spieler desselben Teams zusammenprallen und auf
dem Spielfeld behandelt werden müssen. Um diese Mannschaft nicht für diesen unabsichtlichen Vorfall zu „bestrafen“, dürfen diese Spieler nach der Behandlung auf dem Spielfeld bleiben.

* * *
In die Anweisungen des DFB wurde von der DFB-Schiedsrichter-Kommission auf Empfehlung der Medizinischen Kommission der UEFA eine neue Nr. 4 mit dem nachstehenden Text eingefügt:
■ 4. Fußball soll bei Temperaturen ab minus 15 Grad, bei starkem Wind ab Temperaturen von minus 10 Grad nicht mehr gespielt werden. Bei starker Kälte muss der Schiedsrichter auf die angemessene Bekleidung der Beteiligten achten.
 

Erläuterung: Wichtig ist hier das Wörtchen „soll“; es handelt sich also nicht um eine Muss-Bestimmung. Jedoch wird dem Schutz der Gesundheit aller Beteiligten neben der ordnungsgemäßen Durchführung des Spiels besondere Priorität eingeräumt. Die genannten Werte
sind Richtwerte. Sie dienen auch als Orientierungshilfe für die spielleitende Behörde (zum Beispiel Staffelleiter), wenn es um An- bzw. Absetzung von Spielen geht. In der bisherigen Nr. 4 wurde der letzte Satz gestrichen.

Regel 14 – Strafstoß In der „Auslegung der Spielregeln und Richtlinien der FIFA für Schiedsrichter“ wurde unter der Überschrift „Ausführung“ der dritte Absatz neu formuliert:
■ Finten beim Anlauf zur Täuschung des Gegners bei der Ausführung eines Strafstoßes gehören zum Fußball. Nach vollendetem Anlauf den eigentlichen Stoß nur vorzutäuschen, gilt als Verstoß gegen Regel 14 und stellt eine Unsportlichkeit dar, für die der betreffende Spieler verwarnt wird.

Erläuterung: Die zweite wirklich praxisrelevante Änderung in diesem Jahr. Grundsätzlich darf ein Spieler den Anlauf verzögern, ihn abstoppen und Täuschungsmanöver anwenden. Er muss ihn also nicht in einem Zug durchführen. Erst dann, wenn er sein Standbein neben den Ball gesetzt hat
und zum eigentlichen Stoß ausholt, ist dieser in einem Zug durchzuführen. Hier darf der Spieler nicht verzögern, abstoppen oder gar absichtlich den Ball verfehlen. Tut er es dennoch, ist er zu verwarnen. Die entsprechende Spielfortsetzung richtet sich nach der Wirkung des ausgeführten
Strafstoßes. Diese jetzt verbotene Art, einen Strafstoß auszuführen, hatte sich vor allem in  Südamerika eingebürgert. Um die Einheitlichkeit der Strafstoß-Ausführung auch bei uns zu gewährleisten, wurden in den bisherigen „Anweisungen des DFB“ die Nrn. 1 und 3 gestrichen.

Die Technische Zone Der Text wurde ergänzt.
■ Hinweis des DFB: Technische Hilfsmittel dürfen in diesem Bereich nicht aufgestellt werden.
Erläuterung: Der hier gegebene Hinweis bezieht sich in erster Linie auf die Spiele oberer Ligen, in denen Monitore oder ähnliches Equipment im Bereich der Technischen Zone aufgestellt werden sollen. Dies ist nicht zulässig.

Der Vierte Offizielle Der siebte Absatz wurde neu formuliert:
■ Er unterstützt den Schiedsrichter bei der Spielleitung gemäß den Spielregeln. Die Entscheidungsgewalt bei allen spielrelevanten Situationen liegt jedoch beim Schiedsrichter.

Erläuterung: Unter der Überschrift „Alles was der Sache dient …“ kann man diese neue Anweisung verstehen. Die Möglichkeit des Vierten Offiziellen, den Schiedsrichter bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen, ist nicht mehr begrenzt. Bisher durfte er nur eingreifen, wenn bei einer Verwarnung eine Verwechslung vorlag, ein Spieler trotz der zweiten Gelben Karte nicht des Feldes verwiesen wurde und bei Tätlichkeiten außerhalb des Blickfelds des Schiedsrichters und der Assistenten. Er kann ab sofort alle relevanten Dinge, die er zweifelsfrei wahrnimmt, dem Schiedsrichter per
Headset melden. Inwieweit der „Chef“ diese Meinung übernimmt und Sanktionen anordnet, ist allein
ihm überlassen.

Quelle: S C H I E D S R I C H T E R - Z E I T U N G 4 / 2 0 1 0

 

NIEDERSÄCHSISCHER

FUSSBALLVERBAND E. V.


1. Voraussetzung für das Erteilen der Befähigung als Schiedsrichter

    (Anwärter)

Die Befähigung als Schiedsrichter (SR) setzt voraus:

  1. Mitgliedschaft in einem Verbandsverein
  2. Vollendung des 14.Lebensjahres
  3. Erfolgreiche Teilnahme am Schiedsrichter-Anwärter-Lehrgang
  4. Erfolgreiche Teilnahme an der Leistungsprüfung.

 

 

2. Rechte und Pflichten – Allgemeines

  1. Der SR hat mindestens 6 Spielleitungen pro Halbserie zu übernehmen.
  2. Der SR hat an mindestens 3 Fortbildungsveranstaltungen im Spieljahr teilzunehmen (August bis Juni)
  3. Der SR hat an der jährlichen Leistungsprüfung teilzunehmen.
  4. Der SR hat Anspruch auf Erstattung der ihm durch die Leitung eines Spieles oder für die Tätigkeit als Schiedsrichterassistent (SR-Ass.) entstandenen Auslagen. Fällt ein Spiel aus, zu dem der angesetzte SR und die SR-Ass. angereist sind, haben diese Anspruch auf Erstattung der Fahrtkosten und die Hälfte der festgesetzten Aufwandsentschädigung.
  5. Der SR hat nach Erfüllung aller vorgeschriebenen Kriterien das Recht, einen Schiedsrichterausweis zu führen, der zu freiem Eintritt bei allen Spielen auf DFB-Ebene berechtigt. Dieser Ausweis gilt jeweils für ein Jahr und wird für ein weiteres Jahr verlängert, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
  6. Der SR hat die Möglichkeit zur Weiterbildung am NFV Stützpunkt Barsinghausen. Diese Weiterbildung (inkl. Übernachtung und Verpflegung) ist für den SR kostenlos. Die Auswahl der zu fördernden SR nimmt der Kreisschiedsrichterausschuss (KSA) vor

 

Niedersächsischer Fußballverband e.V.

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